Eine Lebensreise auf vier Pfoten
Maja, unsere im Dezember 2010 geborene Mischlingshündin aus Kromfohrländer und Dansk/Svensk Gårdshund, kam als winziges, zehn Wochen altes Fellknäuel aus Bremen zu uns. Damals ahnten wir noch nicht, dass dieser kleine Welpe unsere Herzen im Sturm erobern und unser gesamtes Verständnis für Hunde grundlegend prägen würde. Maja war von Beginn an aufmerksam und hochintelligent, forderte uns jedoch immer wieder aufs Neue heraus. Sie war genau der Typ Hund, den wir brauchten, um zu lernen, wie essenziell Ruhe, Geduld und tiefes Verständnis in der Hundeerziehung sind. Ohne sie wären wir fachlich nicht an dem Punkt, an dem wir heute stehen.
Über viele Jahre hinweg war Maja unsere verlässliche Partnerin im Berufsalltag. Sie begleitete uns souverän im Gruppentraining und entwickelte sich zu einem echten Profi im Dog-Tricking, wobei sie zeitweise bis zu 40 verschiedene Tricks beherrschte. Doch ihre Fähigkeiten gingen weit über das Training hinaus: Mit ihrer sanften Art unterstützte sie uns hingebungsvoll bei der Aufzucht verwaister Katzenkinder und half zahlreichen Pflegehunden dabei, sicher in unserer Welt anzukommen. Auf ihr feines Gespür und ihre Eigenständigkeit konnten wir uns stets zu einhundert Prozent verlassen.
Mit dem Älterwerden sind Majas Sinne leiser geworden; sie hört und sieht mittlerweile nur noch wenig. Auch wenn die Zeit ihre Spuren hinterlässt und sie gelegentlich etwas verloren wirkt, bleibt ihre sanfte Seele unverändert. Besonders berührend ist ihre tiefe Verbindung zu unserem Rüden Lexus, der ihr im Alltag unfassbar viel Sicherheit gibt, während sie ihm Geborgenheit schenkt. Auch im Umgang mit den Kindern zeigt sie sich seit jeher ruhig und geduldig.
Dass Maja trotz der Herausforderungen des Alters voller Lebenswillen steckt, beweist sie uns immer wieder – sei es auf gemeinsamen Reisen oder bei Ausflügen in ihrem ganz eigenen, bedächtigen Tempo. Selbst wenn die Planung mit einer Seniorin mehr Management erfordert, gehört sie bei jedem Abenteuer fest dazu. Maja ist unser Ruhepol, ein unersetzliches Familienmitglied und unser Herz auf vier Pfoten. Wir genießen jeden gemeinsamen Moment und jedes kleine Schwanzwedeln mit dieser ganz besonderen Hündin, die uns gelehrt hat, was lebenslange, bedingungslose Verbundenheit wirklich bedeutet.
Unsere „liebevolle Irre“ und Wegbereiterin (In liebevoller Erinnerung)
Hilde kam 2012 als völlig abgemagerte und kranke Fundkatze zu uns. Was als vorübergehende Pflegestelle geplant war, wurde zu einer lebenslangen Freundschaft. Hilde war eine Charakterkatze durch und durch: Sie genoss ihren Freigang, kommunizierte lautstark mit uns und beherrschte sogar Signale wie „Sitz“ oder „Pfötchen“.
Eine besondere Herausforderung war ihre seltene Erkrankung, das Feline Hyperästhesie-Syndrom. Ihr dadurch verändertes Verhalten war der Grund, warum wir uns intensiv mit der Katzenpsychologie auseinandersetzten. Hilde lehrte uns, die Welt aus den Augen einer Katze zu sehen, und half uns dabei, nicht nur ihr Leben angenehmer zu gestalten, sondern dieses Wissen heute auch an andere Katzenbesitzer weiterzugeben.
In ihren letzten Jahren wurde Hilde ruhiger, blieb aber bis zum Schluss eine sanfte Seele – besonders zu unserem ersten Kind, dessen allererstes Wort „Hilde“ war. Im Jahr 2023 mussten wir den langen Kampf gegen ihre Krankheit schließlich verloren geben. Hilde durfte friedlich in unseren Armen auf ihrer geliebten Couch einschlafen. Dank ihr ist aus einer persönlichen Herausforderung eine fachliche Leidenschaft geworden. Ihr Erbe lebt in jeder Beratung weiter, in der wir heute den Alltag anderer Katzen verbessern.
„Tiere begleiten uns nur ein Stück auf unserem Weg, aber sie hinterlassen Spuren, die ein Leben lang bleiben.“
*Wird seit Juli 2020 vermisst* 😢
Unser kleiner Überlebenskünstler.
Er lebte an einer Schnellstraße in
einem Abwasserrohr, seit mehr als 5 Tagen hing ihm ein ca. 5 cm langes Stück Darm aus dem Pops! Mehrere Tage stand die Katzenfalle erfolglos da. Er war scheu und wild und hatte kein Interesse,
sich Menschen zu nähern. Nach fast 10 Stunden, hat es eine gute Freundin geschafft, sie hat ihn eingefangen. Genau an dem Abend, bevor der Schnee kam. Danach zum
Tierarzt geschafft und nun stand die Entscheidung: einschläfern oder versuchen? Allein die Tatsache, dass der Darm nach so einer langen Zeit noch nicht abgestorben war - war schon erstaunlich.
Die Entscheidung fiel auf OP und er musste vorübergehend gepäppelt werden. Wir sagten zu, tauften ihn Kalle und nahmen ihn bei uns auf. Sein Zustand war katastrophal. Abgemagert bis auf die
Knochen, völlig verwurmt und verfloht. Aber Kalle bemerkte die Menschen und fand sie toll... Er entdeckte das schmusen für sich und wollte nichts anders mehr tun, naja außer fressen. Er verteilte
fröhlich und munter überall Durchfall in unserem Bad, was nach so einer OP völlig normal ist. Es lief alles super - wir hatten bereits eine tolle Familie für ihn gefunden - dann hatte er wieder
einen Darmvorfall. Was nun? Nochmal operieren? Ok eine Chance bekommt er noch! Er überstand die OP super! Alles lief prima... Die ersten Tage wieder überall Durchfall... Aber ok, es geht ihm gut.
Die Familie wollte ihn am Wochenende zu sich holen. 2 Tage vor dem ersehnten Zuhause... Darmvorfall! Dann steht man da, man beginnt zu weinen und fragt sich, ob es das alles wert ist!? Eine so
junge Katze in so kurzer Zeit noch einmal operieren? Und was, wenn es wieder nicht hält! Wir hatten solche extremen Fälle auch noch nicht bei uns - in der Uni-Klinik angerufen... Aber die konnten
uns auch nur sagen, dass wir es mit der OP-Methode versuchen können, für die wir uns schon entschieden hatten. Und das es nicht viele andere Möglichkeiten gibt. Ok! Eine Chance bekommt er noch -
Bauch auf, fest nähen, Daumen drücken!!!
Die OP ist jetzt schon Monate her! Es geht ihm super. Wir haben ihn in unserer Familie aufgenommen, nur für den Fall, dass er nochmal eine letzte Chance braucht! Zum 5. mal! Sicher hätte die neue
Familie auch alles für ihn getan, aber wir können uns nicht mehr von ihm trennen! Ich kann Kalle nur raten, dass er mindestens 20 Jahre wird, um dass wieder gut zumachen und wenn Kalle nicht
gerade auf meinen Beinen liegt und schnurrt, dann liegt er gerade auf meinem Gesicht und schnurrt! Danke an alle, die Kalle und mir geholfen haben. Manchmal ist es egal wieviele Nerven es
kostet - es lohnt sich zu kämpfen.
Kalle ist ein sehr aufgeweckter, verschmuster und intelligenter Kater. Er ist sehr sozial gegenüber Artgenossen und kümmert sich super um unsere Findelkinder.